Wissen
Planungszelle
Die Planungszelle ist ein Beteiligungsverfahren, bei dem zufällig ausgewählte Menschen für kurze Zeit freigestellt werden, um zu einer konkreten Frage ein Bürgergutachten zu erarbeiten.
Für eine Planungszelle werden per Zufall etwa 25 Personen eingeladen, die sich einige Tage lang intensiv mit einer Planungs- oder Sachfrage befassen. Sie hören Fachleute, arbeiten in wechselnden Kleingruppen und formulieren gemeinsam Empfehlungen. Das Ergebnis fassen die Organisatoren in einem Bürgergutachten zusammen.
Das Verfahren wurde in den 1970er-Jahren von dem Soziologen Peter Dienel entwickelt. Seine Stärke ist die Verbindung aus Zufallsauswahl, guter Information und konzentrierter Arbeit – so entstehen abgewogene Empfehlungen jenseits von Lautstärke und Einzelinteressen.
Merkmale der Planungszelle
- Zufällig ausgewählte Teilnehmende
- Zeitlich begrenzt und freigestellt
- Arbeit in wechselnden Kleingruppen
- Ergebnis: ein Bürgergutachten
Ergänzend zur Planungszelle sammelt MyIdeas Ideen und Rückmeldungen der breiten Öffentlichkeit – als Input und zur transparenten Nachverfolgung.
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